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Branchenbericht Catering 2026

Wie sichtbar sind Catering-Betriebe in der lokalen Suche? Eine Auswertung von 3.560 Betrieben zeigt: Fast die Hälfte erscheint bei der Suche nach der eigenen Leistung im eigenen Ort nicht. Gleichzeitig zahlen Wettbewerber bis zu 9,55 Euro für einen einzigen Klick auf eine Anzeige.

47 %
erscheinen bei der Suche nach Catering im eigenen Ort nicht
18 %
haben ein Google-Profil, das nie beansprucht wurde
84 %
antworten nie auf Bewertungen
60 %
optimieren nicht auf ihren Standort
99 %
verzichten auf Bewertungssterne in der Trefferliste

Datengrundlage

Unser SEO-Team hat 3.560 deutsche Catering- und Partyservice-Betriebe untersucht. Die Datenerhebung erfolgte durch unseren hauseigenen WebCrawler. Jeder Betrieb wurde über den eigenen Webauftritt als Anbieter bestätigt. Reine Zulieferer, Verleiher und Vermittlungsportale sind ausgeschlossen. Für 595 Betriebe liegen zusätzlich Ranking- und Profildaten vor, gemessen mit ortsgenauer Lokalisierung auf den jeweiligen Firmensitz. Alle übrigen Kennzahlen beruhen auf der Auswertung der Websites und gelten für den Gesamtbestand.

1. Fast die Hälfte ist lokal nicht auffindbar

Was heißt ranken?

Die Position in der Trefferliste. Platz eins ist die oberste Fundstelle, Platz zehn das Ende der ersten Seite. Gemessen wurde bis Platz dreißig. Wer dort nicht erscheint, kommt für Suchende praktisch nicht vor.

277 von 595 Betrieben erscheinen bei der Suche nach Catering im eigenen Ort nicht unter den ersten dreißig Treffern. In den Kartenausschnitt über den Ergebnissen schaffen es 137.

Sichtbarkeit bei der lokalen Suche, Basis 595 geprüfte Betriebe
Sichtbarkeit bei der lokalen Suche, Basis 595 geprüfte Betriebe

Bemerkenswert ist die niedrige Hürde: Eine Stichprobe der Trefferseite für eine Großstadt zeigt auf den ersten zehn Plätzen durchweg schwache Domainwerte. Wer dort steht, hat das nicht mit einer etablierten Domain erreicht, sondern mit sauberer Arbeit an der eigenen Seite.

2. Was ein Klick am Markt kostet

Anzeigen und normale Treffer

Über den normalen Treffern stehen Anzeigen, für die je Klick bezahlt wird. Die Treffer darunter kosten nichts, sie werden allein nach Passung sortiert. Der Fachausdruck dafür ist organisch.

Lokale Catering-Suchen sind bei Anzeigenkunden gefragt. Die folgende Übersicht zeigt für zwölf Städte, wie oft im Monat nach Catering plus Stadtname gesucht wird und was ein Klick auf eine Anzeige kostet.

Monatliche Suchen und Klickpreis je Stadt
Monatliche Suchen und Klickpreis je Stadt
Stadt Suchen nach Catering Suchen nach Partyservice Verhältnis Klickpreis Catering
Berlin 4.400 720 6.1 9,14 €
Hamburg 1.900 320 5.9 7,01 €
München 1.900 260 7.3 9,55 €
Frankfurt 1.600 170 9.4 7,47 €
Köln 1.600 210 7.6 6,22 €
Düsseldorf 1.300 320 4.1 5,90 €
Nürnberg 1.000 210 4.8 4,86 €
Kassel 720 140 5.1 1,30 €
Wiesbaden 590 110 5.4 1,92 €
Darmstadt 480 90 5.3 2,82 €
Gießen 480 90 5.3 1,21 €
Marburg 260 170 1.5 1,18 €

Monatliche Suchanfragen und durchschnittlicher Klickpreis, Stand August 2026. Das Verhältnis gibt an, um welchen Faktor der Begriff Catering häufiger gesucht wird als Partyservice. Beide Begriffe werden weiter genutzt, in kleineren Städten liegt Partyservice teils sogar beim Klickpreis vorn.

3. Was eine Position wert ist

Aus Suchvolumen, Klickrate je Position und Klickpreis lässt sich abschätzen, was ein organischer Platz wert wäre, wenn dieselbe Zahl an Klicks über Anzeigen eingekauft werden müsste.

Rechnerischer Anzeigenwert je Position, Beispiel Frankfurt
Rechnerischer Anzeigenwert je Position, Beispiel Frankfurt

Platz eins entspricht rechnerisch rund 1.710 Euro Anzeigenbudget im Monat, Platz drei noch 533 Euro, Platz zehn 58 Euro. Wer nicht erscheint, steht bei null.

Wie diese Zahl zu lesen ist

Sie beschreibt, was dieselbe Klickmenge über bezahlte Anzeigen kosten würde. Sie ist kein Umsatz und keine Ersparnis. Klickpreise schwanken, Spitzenplätze sind nicht planbar, und wer über eine Anzeige kommt, verhält sich anders als wer ein normales Ergebnis anklickt. Als Maßstab für den Wert, den der Markt einer lokalen Anfrage beimisst, ist die Rechnung dennoch brauchbar.

Sichtbar werden, ohne hohe Ads-Kosten

Wir bringen Catering-Betriebe dorthin, wo ihre Kunden suchen: auf die erste Seite der lokalen Ergebnisse und in den Kartenausschnitt. Ohne Anzeigenbudget, das jeden Monat neu fällig wird.

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4. Jedes fünfte Google-Profil ist herrenlos

Was ist ein Unternehmensprofil?

Der Eintrag mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen, der neben den Suchergebnissen und in der Karte erscheint. Bei örtlichen Suchen ist er der wichtigste einzelne Hebel, weil er über der Website steht.

Google legt solche Einträge auch ohne Zutun des Betriebs an, aus Kartendaten, Verzeichnissen und Nutzerhinweisen. Bis jemand sie übernimmt, bestimmt Google, was dort steht: Kategorie, Öffnungszeiten, Bilder.

Zustand der Google-Unternehmensprofile, Basis 595 geprüfte Betriebe
Zustand der Google-Unternehmensprofile, Basis 595 geprüfte Betriebe

230 Betriebe, also 39 %, sind in einer Kategorie ohne Catering-Bezug geführt, meist als Fleischerei, Restaurant oder Veranstaltungsdienstleister. Die Kategorie entscheidet mit, bei welchen Suchen ein Betrieb überhaupt in Betracht kommt. Welche Zuordnung trägt, hängt vom Leistungsspektrum und vom lokalen Wettbewerb ab.

5. Bewertungen bleiben unbewirtschaftet

Die Bewertungen selbst sind gut: Nur 7 % liegen unter vier von fünf Sternen. Das Problem ist der Umgang damit.

  • 426 von 508 Betrieben haben noch nie auf eine Bewertung geantwortet.
  • 110 Betriebe haben weniger als zehn Bewertungen.
  • 95 Betriebe haben seit über einem Jahr keine neue Bewertung erhalten.

Antworten sind öffentlich und werden von den nächsten Interessenten mitgelesen. Eine sachliche Reaktion auf Kritik wirkt oft stärker als zehn gute Bewertungen.

6. 60 % optimieren nicht auf ihren Standort

Rund 60 % der Betriebe nennen ihren Ort nicht im Titel. Bei einem Gewerbe, das ausschließlich regional verkauft, ist das der folgenreichste Einzelfehler. 867 Titel überschreiten die Darstellungsgrenze von etwa sechzig Zeichen, einzelne erreichen 250 Zeichen.

Betriebe mit Ortsbezug im Titel erscheinen in unserer Auswertung häufiger in den Ergebnissen: 64 gegenüber 49 %, in den ersten zehn Treffern 42 gegenüber 30 %. Ein Zusammenhang ist keine Ursache, wer den Titel pflegt, pflegt meist auch anderes. Als Hinweis ist der Befund dennoch deutlich.

Welche Kombination aus Leistung, Ort und Name trägt, entscheidet sich am Wettbewerb der jeweiligen Stadt. Ein Titel, der in Frankfurt funktioniert, ist in Marburg falsch gesetzt.

7. Technische Lücken

Bewertungssterne in der Trefferliste

Manche Treffer zeigen Sterne und eine Bewertungszahl. Diese Angaben stammen aus einem unsichtbaren Abschnitt im Quelltext, in dem Anschrift, Öffnungszeiten und Bewertungen maschinenlesbar hinterlegt sind. Fehlt er, bleibt der Treffer grau, auch bei hundert guten Bewertungen.

Technische Lücken, Basis 3.534 erreichbare Websites
Technische Lücken, Basis 3.534 erreichbare Websites

HTTPS (SSL)

Ohne Verschlüsselung zeigen alle gängigen Browser vor der Adresse den Hinweis „Nicht sicher“. Wer dort ein Anfrageformular ausfüllen soll, sieht diese Warnung genau in dem Moment, in dem er Namen und Telefonnummer eingibt. Die Verschlüsselung ist außerdem seit Jahren ein bestätigter Rankingfaktor. 8 % der untersuchten Betriebe arbeiten weiterhin ohne.

Browser-Adressleiste mit und ohne Verschlüsselung
Die Adressleiste bei fehlender Verschlüsselung, darunter zum Vergleich der verschlüsselte Aufruf. Domain zur Veranschaulichung.

Mobiltauglichkeit

Viele Suchen nach Catering finden am Handy statt. Fehlt die Angabe, mit der eine Seite ihre Darstellung an die Bildschirmgröße anpasst, erscheint die Desktop-Fassung verkleinert: winzige Schrift, Bedienelemente, die sich kaum treffen lassen. Bei 10 % ist das der Fall.

Die Grundausstattung sitzt: Websites sind fast durchweg erreichbar, ein Impressum ist bei über 99 % vorhanden. Die Lücken liegen dort, wo es um Auffindbarkeit geht. Die beiden obersten Punkte betreffen dieselbe Auszeichnung im Quelltext, die über die Darstellung in der Trefferliste entscheidet.

8. Personalsuche als Marktsignal

285 Betriebe schreiben offene Stellen aus, 624 unterhalten einen eigenen Karrierebereich. Nur 41 nutzen dafür ein Bewerberportal, alle übrigen lösen es auf der eigenen Seite. Damit hängt die Personalsuche an genau der Sichtbarkeit, die in den vorangegangenen Kapiteln fehlt: Wer bei der Suche nach seiner Leistung nicht auftaucht, wird auch als Arbeitgeber nicht gefunden.

Eine Gesamtzahl offener Stellen geben die Daten nicht belastbar her, weil einzelne Mehrstandortbetriebe jede Summe verzerren. Die Zahl der suchenden Betriebe ist dagegen eindeutig.

9. Erreichbarkeit und Kontaktwege

Bei den Kontaktwegen fällt ein Missverhältnis auf: E-Mail bieten 85 % an, eine Festnetznummer 74 %, eine Mobilnummer 32 %. Einen Nachrichtendienst wie WhatsApp bieten 3 %.

Catering-Anfragen folgen einem klaren Muster: kurzfristig, konkret, mit mehreren Rückfragen zu Personenzahl, Termin und Unverträglichkeiten. Genau dafür greifen Interessenten heute zum Nachrichtendienst. Wer nur Telefon und Formular anbietet, verliert die Anfragen, die zwischen zwei Terminen getippt werden.

10. Einordnung und Grenzen

Die Erhebung beschreibt den öffentlich sichtbaren Auftritt, nicht das Geschäft. Über Größe, Umsatz oder Auslastung sagt sie nichts. Eine Stichprobenprüfung ergab rund neun Prozent Grenzfälle, meist Metzgereien, Bäckereien oder Gastwirtschaften mit Catering als Nebengeschäft. Sie wurden mitgezählt, weil sie am selben Markt teilnehmen.

Am Rande: Der Begriff Catering hat den älteren Begriff Partyservice in der Suche überholt, bundesweit etwa im Verhältnis sechs zu eins. In kleineren Städten bleibt Partyservice gebräuchlich und erzielt dort teils höhere Klickpreise. 1.039 der untersuchten Betriebe führen ihn im Namen. Ihn zu ersetzen wäre falsch, ihn zu ergänzen sinnvoll.

Wo steht dein Betrieb?

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